In Gelsenkirchen und insbesondere in Ückendorf treffen Menschen vieler unterschiedlicher Kulturen aufeinander. Dies wollen wir hörbar machen – auf der Bühne und in der Klangschubladeninstallation. Kommt zum Karaoke (nächste Termine: Sa. 10.8. ab 18 Uhr und Sa. 7.9. schon ab 16 Uhr), um Euren Lieblingssong zu performen!

CHALLENGE: Eure Mithilfe ist gefragt: In der Schrankwandinstallation im GeOrgel sollen in den Schubladen Erzählungen und Gesänge in mindestens sechs unterschiedlichen Sprachen hörbar werden!

Dafür werden Menschen an der Haltestelle oder auch in den benachbarten Straßen angesprochen und interviewt. Konkreter noch werden sie nach ihrem Lieblingsliedern gefragt und ob sie bereit wären, diese für eine Aufnahme zu singen und sie auf diese Weise im GeOrgel mit anderen Menschen zu teilen.
Idealerweise entsteht daraus ein Dialog, der auch etwas über die Herkunft der Menschen und ihr Gefühl in der Stadt erzählt. Die Aufnahmen werden später editiert, und Besucher:innen des GeOrgel können auch darauf reagieren.
Das Projekt ist auch ein musikalisch-spielerischer Versuch, einen Dialog über Stadtentwicklung vor Ort und Formen des Zusammenlebens im Quartier zu animieren. Als eine Art „Bordstein- Philosophie“ sind hier gerade auch die Stimmen von Migrant:innen gefragt, die allzu oft angehört bleiben. In dieser Hinsicht hat es schon sehr interessante Begegnungen gegeben, die Offenheit und Interesse auf beiden Seiten erkennen liessen.

Schrank und Klangschubladen-Installation:
Die aufgenommenen Menschen sind für mindestens drei Monate in den Schubladen zu hören. Dafür gibt es regelmäßige, beaufsichtigte Öffnungszeiten und entsprechende Werbung. Es ist gut möglich, dass sich beim Besuch der Installation noch weitere Menschen bereit erklären, ihr Lieblingslied aufnehmen zu lassen, was dann wiederum in eine Klangschublade „gepackt“ werden kann.
Die metaphorische Bedeutung davon, was es bedeutet, „Menschen in Schubladen zu packen“, kann erklärt und diskutiert werden und erscheint als ein idealer Opener für ein Gespräch über Vorurteile, Rassismus und Ungleichheiten in der Gesellschaft.

Das Projekt „Babylon Ückendorf“ wird gefördert von Interkultur Ruhr und vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen:               

„Babylon Ückendorf“

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